Die Neuzeit
Mustergültig
Damit brach für die Werdener Spielleute die Neuzeit an, geprägt durch einen einzigen Mann: Heinz Kleineickenscheidt
Für die Zeit von 1964 bis zum Jahr 2002, also für 38 (!) Jahre übernahm er die oft schwere Bürde des 1. Korpsführers und übertraf damit den bisherigen Rekord von “Döres” van Nahl um mehr als acht Jahre. In der Jahreshauptversammlung 2002 wählten die Spielleute ihren “Heinrich” zu ihrem Ehrenkorpsführer.
Darüber hinaus hat Heinz Kleineickenscheidt seit mehr als 30 Jahren den Vereinsvorsitz inne. Er wird nicht nur von seinen Spielleuten geliebt und geschätzt; auch in der Bevölkerung und bei befreundeten Vereinen ist “Heinrich” bekannt und geachtet.
Sein unermüdlicher Einsatz für das Wohl des Vereins ist beispielhaft. Er ist und war es, der seine Spielleute stets aufs Neue motiviert, der neue Märsche einübt, unter dessen Leitung Preise auf einigen Wettstreiten errungen werden konnten, auf dessen Betreiben vor einigen Jahren das aktive Korps durch Mädchen und Frauen verstärkt wurde, der Kinder und Jugendliche für die Spielmannsmusik begeistert und ihre Ausbildung fördert, so dass der Verein heute auf mehr als 10 “Auszubildende” stolz sein darf, der alte Kontakte pflegt, der neue Freundschaften knüpft.
Die meisten aktiven Spielleute können sich an einen früheren Korpsführer gar nicht mehr erinnern. “Werdener Spielleute” und “Heinrich” sind für sie ein und dasselbe.
Ein denkwürdiges Ereignis durften die Werdener Spielleute seiner Leitung erleben, als sie im Jahre 1980 auf Einladung des heutigen Ehrenmitgliedes Dr. Paul Hoffacker, Mitglied des Deutschen Bundestages a.D., die Regierungshauptstadt Bonn besuchten und dabei dem damaligen Bundespräsidenten, Herrn Prof. Dr. Karl Carstens, in der Villa Hammerschmidt ein Musikständchen bringen durften.
Heinz Kleineickenscheidt ist stellvertretend für seine Spielleute Träger des Werdener Heimatordens. So wunderte es die Spielleute ganz im Gegensatz zu ihm selbst nicht, als ihm im März 1999 durch Frau Bürgermeisterin Rosemarie Heiming, stellvertretend für den Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen wurde. In einem feierlichen Festakt im Essener Rathaus, dem neben der Familie des Geehrten auch “seine Spielleute” beiwohnten, führte Frau Bürgermeisterin Heiming aus: “In den mehr als drei Jahrzehnten als Vorsitzender des Werdener Spielleutevereins ist es Heinz Kleineickenscheidt gelungen, die Tradition der Spielmannskunst zu erhalten und ständig neue Spielleute aller Altersklassen in die Vereinsaktivitäten einzubinden. Mit beachtlichem Erfolg widmet er große Teile seiner Freizeit der Ausbildung von Jugendlichen und trägt durch sein Engagement zur Verbundenheit der Werdener Bürger mit ihrer Heimat bei.” Diesen Ausführungen bleibt kaum etwas hinzuzufügen.