… und so ging es weiter
Im Jahre 1946
begann – mit anfänglichem Zögern – der Wiederaufbau des Vereins. Fünf Kameraden waren aus dem Krieg nicht zurückgekehrt. Dem Ehrenvorsitzenden Wilhelm van Nahl sen. gelang es, die örtliche Militärregierung von den gemeinnützigen Zwecken und Aufgaben des Werdener Spielleutevereins zu überzeugen und erlangte so die Erlaubnis zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs.
Auf Wunsch vieler Nachbarvereine, die seinerzeit nicht wieder aktiv waren, wurde das im Jahr 1949 fällige Fest zum 40jährigen Bestehen verschoben und erst 1952 nachgeholt. Diese Veranstaltung war wohl der größte Erfolg im Verlaufe des bewegten Spielmannslebens des 1. Korpsführers “Döres van Nahl, zeigte sich doch, dass auch der II. Weltkrieg dem Fortbestand des von ihm so heiß vertretenen Spielmannsgedankens nichts hatte anhaben können.
Leider verstarb Theodor van Nahl gegen Ende desselben Jahres. Sein Tod brachte den Verein vorübergehend in eine bedrohliche Existenzkrise, die durch den damaligen Schriftführer Rudi Höltgen gemeistert werden konnte. Ihn wählten seine Kameraden zum neuen 1. Korpsführer, der dem Verein durch das Einüben neuer Märsche zu dem nötigen Selbstvertrauen verhalf. Ihm gelang es auch, einige Jugendliche für die Spielmannsmusik zu begeistern, junge Männer, die wir zum Teil noch heute zum aktiven Korps zählen dürfen (zwar etwas älter geworden, im Herzen aber genauso jung geblieben).
Im Jahre 1959 gab Rudi Höltgen den Tambourstab weiter an Heinrich Müller, unter dessen Führung die Werdener Spielleute ihr 50jähriges Gründungsjubiläum feierten. 26 Spielmannszüge nahmen damals an dem Festzug durch die festlich geschmückten Werdener Straßen teil. Aus beruflichen Gründen konnte Heinrich Müller sein Amt nur bis 1964 ausüben.